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Bericht

Alpinkletterkurs in den Tannheimern vom 01.07.- 03.07.2016

Ablassen mit Verlängerung-k
Der Wetterbericht für den diesjährigen Kletterkurs in den Tannheimer Alpen war leider nicht so viel versprechend, aber das Beste daraus zu machen und trotzdem zu fahren, hat sich gelohnt!

Freitag früh ging es zu siebt mit dem DAV Bus von Tübingen nach Nesselwängle im schönen Tirol.  Unser Ziel war das Gimpelhaus, von dem viele gut abgesicherte alpine Kletterrouten  zu erreichen sind. Der Aufstieg dauerte ungefähr 1,5 Stunden und dank Lastenbahn mussten wir unser Gepäck nicht hoch auf die Hütte schleppen.

 

Gimpelhaus - von der Roten Flüh Nach kurzer Mittagspause bei tollem Wetter auf der Terrasse des Gimpelhauses ging es direkt  mit der Theorie über die Abläufe in alpinen Mehrseiltouren los. Verglichen mit normalem Sportklettern benötigt man viel mehr Material und mehr Planung, bevor man in eine Route einsteigt. Es dauerte nicht lange und alle hatten Plaisierschlingen geknüpft und Standplatzabläufe, Kommandos und Besonderheiten beim Sichern gelernt.

 

Gipfelglück am Hüttengrat Um das neu erlernte Wissen sofort anzuwenden, stiegen wir auf zur ersten Route des Wochenendes, dem „Hüttengrat“ am Hochwiesler. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter und es war ein sehr schöner Nachmittag. Leider war der Wetterbericht für den nächsten Tag schlecht und wir mussten abends überlegen, welche Routen sich eignen, um auch bei schlechtem Wetter wieder sicher vom Berg herunter zu kommen. Wir entschieden uns für „Till Ann“ und den „Zwerchweg“ an der Zwerchwand und teilten uns zwischen den Routen auf.

 

Nebelgeist, Abseilen von der Zwerchenwand Am nächsten Tag zog sich das zunächst freundliche Wetter während des Kletterns immer mehr zu und kurz vor Erreichen des Grats fielen die ersten Regentropfen. Auf dem Grat und während des Abseilens wurde es dann sehr ungemütlich und nass! Durch den Wetterwechsel konnten wir  miterleben, wie entscheidend das Wetter für das alpine Klettern ist und welche Gefahren es mit sich bringen kann. Abends im Trockenen haben wir den Tag noch einmal besprochen und die Theorie vertieft, bevor das EM-Spiel Deutschland-Italien übertragen wurde.

 

Blick durchs Gimpelkar auf die Rote Flüh Am Sonntagvormittag war es leider zu nass, um in eine weitere Route einzusteigen, deswegen nutzten wir die Zeit, um das Legen von mobilen Sicherungen zu erlernen und zu verbessern.  Einige wilde Standplatzkonstruktionen waren das Resultat des Vormittags. Danach wanderten wir noch auf den Gipfel der Roten Flüh und wurden mit einem tollen Ausblick und Sonnenschein belohnt. Gimpelkar.

 

Tourenteam Birgit, Martin und Matthias Nach drei gefühlt viel zu kurzen Tagen in den Bergen stiegen wir nachmittags wieder ins Tal ab und traten im DAV Bus den Heimweg an. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Birgit und Martin für den tollen Kurs und die gute Organisation!

 

Josefine Clauß

 

Info-Box

Wo?

Tannheimer Berge

Talort

Nesselwängle

Anreise

Über die A7 und B310 nach Oberjoch, dann die B308 nach Österreich und die B199 nach Nesselwängle/Tirol.

Wegverlauf/Etappen

Aufstieg zum Gimpelhaus 1,0 – 1,5 Stunden, Materialtransport nach Anmeldung möglich

1.     Tag Tour „Hüttengrat“ am Hochwiesler

2.     Tag Tour „Till Ann“ (5-) oder Zwerchweg (6-)

3.     Tag Ausbildung und Wanderung auf die Rote Flüh

Der Zustieg zu den Touren dauert ca. 20 – 40 min.

Hütten

Gimpelhaus (1.659 m)

A-6672 Nesselwängle

Telefon und Fax: +43 (0) 5675 8251

Email: info@gimpelhaus.at

Anforderungen

Selbstständiges Alpinklettern im 5. Grad

Karten/Führer

Alpinkletterführer Allgäu & Ammergäu inkl Tannheimer Berge

Klettern auf der Tannheimer Sonnenseite, Toni Freudig 2006

Hinweis

Die Tannheimer Hütte (wenige Minuten vom Gimpelhaus entfernt) bleibt in diesem Jahr geschlossen

 
 
 
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