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Bike & Hike in Südtirol

Sonnige Tage, schöne Trails und tolle Aussichten

Sonne, Trails, Natur. Das erwarteten wir fünf für die nächsten sechs Tourentage.

 

An einem frühen Sonntagmorgen im Mai 2017 wurden die Räder auf den DAV-Anhänger gepackt und schon ging es los nach Auer beim Kalterer See.  

 

Dort angekommen fuhren wir auf einer kleinen Bike-Eingewöhnungstour Richtung Bozen und dann mit mäßiger Steigung nach Eppan, um auf teilweise wurzeligen und schmalen Waldwegen die Montiggler Seen zu erreichen. Über leichte Trails durchs Frühlingstal zeigten sich schon bald Kaltern und der Kalterer See. Um den See herum und durch Apfelplantagen kamen wir zurück zum Hotel das schon mit dem Abendessen auf uns wartete.

 

Am zweiten Tag war Wandern angesagt. Mit dem Rad ging es die ersten 5 km an den Kalterer See zum Startpunkt. Die Wanderung führte durch die Rastenbachklamm, ein eindrucksvolles Naturdenkmal mit Wasserfällen und Wasserbecken, mit Efeu bewachsenen Bäumen und einer urwaldähnlichen Vegetation. Weiter durch alte Kiefern- und Kastanienwälder, Cappuccino-Pause in Söll und auf dem Naturlehrpfad um den Söller Berg.

 

Die submediterranen Wälder mit Flaumeichen, Mannaeschen und Hopfenbuchen begeisterten uns ebenso wie die schmalen Pfade mit den überhängenden efeubewachsenen Bäumen. Interessante Informationen lieferten die Schautafeln über die Tier und Pflanzenwelt. Informationen zu den dort lebenden Schlangen waren zwar interessant aber nicht so wichtig. Dachten wir, bis wir dann kurz darauf auf eine sehr aggressive Karbonar- bzw. Zornnatter gestoßen sind. Nachdem sie dann endlich den Pfad für uns freigegeben hatte und sich auf den nächsten überhängenden Baum hochschlängelte, waren wir heilfroh, als wir den Naturpfad hinter uns lassen konnten (14 km, 700 hm). 

 

Die Bike-Königstour auf das Trudner Horn begann mit einer angenehmen Steigung auf der ehemaligen Fleimstal-Bahntrasse, durch Tunnels, dichten Laubwald, über schöne bunte Wiesen und mit herrlichem Blick auf die Texelgruppe. Die ersten 17 km und 950 hm ging es mit leichter Steigung auf der im Jahr 1916 von russischen Kriegsgefangenen erbauten Strecke nach Truden.

 

Irgendwann folgte dann auch die am Vorabend angekündigte „Rampe“ von 6 km mit teilweisen 15% Steigung über die letzten 700 Höhenmeter. Hier zeigte sich die unterschiedliche Kondition der Teilnehmer, der eine radelte entspannt während ein anderer die noch fahrenden Radler schiebend überholte.

Auf der Hornalm wurde dann Hunger und Durst gestillt und die tolle Aussicht auf Rosengarten und Latemar genossen.

Noch ein kurzer Anstieg durch den Wald und schon waren wir auf der anderen Seite mit Blick auf Königsspitze und Co. Zurück ging es über einen etwas anspruchsvolleren Trail ins Etschtal hinunter und die letzten Kilometer legten wir entspannt auf dem Etschtalradweg zurück (60 km 1700 hm).

 

Nach dieser schönen aber anstrengenden Biketour war am nächsten Tag eigentlich eine entspannte Wanderung geplant. Da alle Teilnehmer aber eine recht gute Kondition hatten und den Wunsch zu einer anspruchsvollen Wanderung äußerten, wurde kurzfristig umgeplant. 

 

Mit dem Auto ging es zum Start nach Kaltern an der Mendelbahn. Aber mit der Standseilbahn wollten wir ja nicht fahren, sondern die 800 hm lieber über den Telefonsteig wandern. Oben an der Bergstation angekommen ging es dann weiter über schöne Pfade bis zum Penegal. Nach ca. 6 Stunden waren wir endlich oben und freuten uns auf einen leckeren Cappuccino mit Blick Richtung Bozen und zum Kalterer See. Leider hatte das Cafe wider der Angaben auf der Homepage geschlossen, so dass wir erst nach weiteren 2,5 Stunden auf und ab an der Bergstation Mendel endlich Cappuccino und Kuchen genießen konnten (19 km, 1460 hm).

 

Auf unserer letzten Biketour fuhren wir mit der Seilbahn nach Vöran und dann weiter hinauf zum Knottnkino (Knott = Felsen), eines der schönsten Aussichtspunkte dort oben. Der Aussichtspunkt mit 30 Kinosesseln aus Stahl und Kastanienholz bietet einen grandiosen Ausblick über das Etschtal, Penegal, Gantkofel bis hin zur Texelgruppe.

Mit zunehmender Bewölkung entschieden wir uns dann jedoch die Tour abzukürzen um trocken ins Tal zurück zu kommen. Die geplante Einkehr auf der Leadneralm fiel deshalb leider aus.

Das nicht so gute Wetter sollte uns aber nicht davon abhalten auch den Rest des Tages zu nutzen. So fuhren wir spätnachmittags noch zum Bummeln nach Bozen.

 

Auch die letzten Stunden vor der Abreise wollten wir noch in der Natur verbringen und nachdem Gepäck und Bikes verstaut waren, ging es zum Abschluss noch zu den Rosszähnen. Auch hier führten uns schmale Pfade unter efeubewachsenen überhängenden Bäumen steil nach oben zu den Warmlöchern am Mitterberg. Dieses Naturdenkmal geht auf ein im Porphyrgestein verzweigtes Luftröhrensystem zurück. Warme Luft stammt aus der Etschtalsohle, steigt an die Oberfläche und entweicht. Die Vegetation an den Löchern ist von den Warmluftquellen geprägt. Nach tollen Ausblicken von den Rosszähnen und der Leuchtenburg hinab ins Etschtal traten wir nach ein paar schönen aktiven Tagen die Heimreise an.

 

Unsere Erwartungen haben sich erfüllt. Viel Sonne, tolle Touren, schöne Aussichten.

 

Vielen Dank an die kleine aber feine harmonische Gruppe.

Es hat uns viel Spaß mit Euch gemacht.

 

Text: Sabine und Uwe Gottwald

Fotos: Timo Veith und Uwe Gottwald

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
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