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JuMa-Hochtour in die Ötztaler Alpen August 2016

Dieses Jahr war es mal wieder so weit, dass neben Sportklettern und Skitouren auch eine Hochtour auf dem JuMa-Programm stand. Daniel und Max haben drei Tage ihres Urlaubs dafür aufgebracht, acht hoch motivierten und interessierten JuMa-lern zwei Berggipfel in den Ötztaler Alpen zu ermöglichen.

 

Gemeinsam ging es Samstag zu früher Morgenstunde in Tübingen mit dem DAV-Bus los. Mit ein wenig Verspätung wurden drei weitere JuMa-ler in Sölden eingesammelt, die bereits vorher auf Tour gegangen waren. Unter komplett bewölktem Himmel machten wir uns auf von Obergurgl zum Ramolhaus (3.006 m).

 

Der Hüttenzustieg verlief reibungslos, sodass Daniel und Max uns das Thema Spaltenbergung vor der Hütte theoretisch und praktisch näher bringen konnten.

 

Am Sonntag stand der große Ramolkogel auf dem Programm. Bei strahlender Sonne und genialer Sicht machten wir uns auf und überschritten den Ramolferner.

 

Aufgrund des für manchen zu ausgesetzten Grats zum mittleren Ramolkogel entschloss sich eine Fünfergruppe auf den nördlichen Ramolkogel auszuweichen und oben ein Vesper mit grandioser Sicht zu genießen. Anschließend war noch genügend Zeit übrig, auf dem Ramolferner eine Spaltenbergungsübung durchzuführen, Eisschrauben auszuprobieren und sogar noch eine Gletscherspalte zu erforschen, die mit ihren Eisstrukturen alle beeindruckte.

 

Die anderen fünf bestritten den Grat zum mittleren Ramolkogel souverän und erreichten ebenfalls noch die Gletscherspalte, sodass auch sie eine Spaltenbergung und noch den Schweizer Flaschenzug gemeinsam ausprobieren konnten.

 

Nach einer leckeren Stärkung auf der Hütte mit Kaffee, heißer Schoki und Kuchen oder auch verschiedenen Strudeln gab es noch eine Einheit zu Sommerlawinen und ein wenig Material- und Knotenkunde.

 

Aufgrund der perfekten Bedingungen einigten wir uns darauf, auch noch den Montag voll und ganz zu nutzen und erklommen den Schalogel. Wir kamen schnell voran und sonnten uns auf dem Gipfel unter der dritten Sonnencremeschicht bei einem leckeren Vesper und der Vernichtung einiger Schokoladentafeln.

 

Auf dem Abstieg konnten wir uns noch an einem kurzen aber doch schon steileren Stück mit der Technik von Eispickel und Steigeisen in steilerem Gelände vertraut machen (>40°).

 

Passend zum Mittagessen erreichten wir wieder das Ramolhaus und gönnten uns noch Kaiserschmarrn, Kuchen und kalte Spaghetti Bolognese vom Nachbartisch.

 

Glücklich und zufrieden begaben wir uns auf den Abstieg und konnten immer wieder den bis nach Obergurgl gut sichtbaren Schalogel begutachten, auf dem wir noch am Vormittag gestanden hatten.

 

Alles in allem war es ein ereignisreiches und wundervolles Wochenende, das alle mit zwei Gipfelerfolgen bestimmt lange in Erinnerung behalten werden.

 

Vielen Dank noch einmal an Daniel und Max für die Tourenplanung und Durchführung.

 

Linus Pferdt

 
 
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