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So macht Wandern Spaß

Kulturwandern im Vinschgau vom 13. – 17. Juni 2017

Wir erlebten diesmal das alternative Kulturprogramm im Vinschgau – also nicht nur Essen, Trinken und Seilbahn fahren. Der Reihe nach:

Susanne Küchler hat wieder ein sehr abwechslungsreiches Programm unter dem Titel “Kulturwandern” zusammengestellt. Unsere Gruppe traf sich am Dienstag, 13. Juni gegen 13 Uhr in Prad. Schon bei der Anreise über den Reschenpass zeigte sich das Vinschgau von seiner besten Seite: Sehr sonnig und warm und mit Blick aufs Ortlermassiv.

 

kl01 Prad 05 Zu unserer Gruppe gehörten Susanne und Matthias, Renate und Michael, Monika, Ute, Gabi, Susanne, Christine, Sabine sowie Gudrun und Peter. Nach einer kleinen Stärkung in unserem Quartier, dem Gasthof Stern, ging es in Wanderschuhen los: Vorbei an einem Kneippbecken ging es steil bergauf. Wir erreichten bald einen erfrischend kühlen Waalweg und wanderten über den Nauhof zu einem Aussichtspunkt mit einem wunderbaren Blick auf Prad und das obere Vinschgau.  Abends stand das erste kulturelle Highlight auf dem Programm: Exzellente südtiroler Küche mit Knödeln und Apfelstrudel oder als Alternative Pizza vom Feinsten.

 

Churburg-Berkwaal Am nächsten Morgen besichtigten wir die beeindruckende Churburg in Schluderns und ergänzten dann unser Kulturprogramm mit einem Besuch in Glurns, der kleinsten Stadt Südtirols mit seiner noch vollständig erhaltenen Stadtmauer und vielen schönen Laubengängen. Da es am Vormittag regnete, verschoben wir unser Wanderprogramm auf den Nachmittag: Von Schluderns aus ging es zunächst steil bergauf, bis wir den Berkwaal erreicht hatten. Wir folgten diesem Waal in Richtung Matsch bis zu einer rauschenden Klamm, überquerten dann den wilden Saldurbach und wanderten über den Leitenwaal zurück nach Westen. Susanne informierte uns während dieser Tour über die Bedeutung der mittelalterlichen Waale: Ohne eine verlässliche Wasserversorgung wäre in dieser oft sehr sonnenreichen und trockenen Alpenregion eine landwirtschaftliche Nutzung nur begrenzt möglich.
Am späten Nachmittag reichte es noch für einen Besuch des modernen Naturparkhauses Aquaprad mit zahlreichen Fischen und Amphibien. Anschließend ging es zum Forellenessen bei den Fischerteichen von Prad, wo wir auf einer Terrasse über dem Wasser Aussicht auf See und Berge genossen.

 

kl03 Schnalswaal Schloss Juval 08 Am Donnerstag fuhren wir bei sehr sonnigem und heißem Wetter mit der Vinschgauer Panoramabahn nach Kastelbell und wanderten entlang des Schnalswaals zu Reinhold Messners Sommersitz Schloss Juval. 

kl03 Schnalswaal Schloss Juval 01 Selbstverständlich besichtigten wir dieses Schloss und bewunderten die zahlreichen Kunstschätze aus Tibet und vielen privaten Reiseutensilien und persönlichen Andenken von Reinhold Messner. Direkt anschließend kehrten wir im Gasthaus Schlosswirt ein – einem sehr schönen Bergbauernhof unterhalb des Schlosses - und genossen ausgezeichnete südtiroler Spezialitäten. Wunderbare Ausblicke auf das Schnalstal und ein Gläschen Riesling aus dem Hause Messner ergänzten sich hier wunderbar. 

 


Meraner Höhenweg
Als letzte Wanderung hat Susanne einen Abschnitt des Meraner Höhenwegs für uns ausgesucht. Zur Anreise nach Naturns nutzten wir wieder die schöne Vinschgaubahn (dank unserer Vinschgaucard kostenlos). Die Seilbahn Unterstell brachte uns nach oben auf den Naturnser Sonnenberg, wo wir bis nach Giggelberg wanderten. Überall tolle Ausblicke, albernes Schaukeln auf einer Hängebrücke, Durchquerung der 1000-Stufen-Schlucht und Einkehr auf der Sonnenterasse eines Bergbauernhofs mit phantastischen Ausblicken auf Meran und die Dolomiten.
 Bei der Rückfahrt mit der Vinschgaubahn konnten wir unsere beiden letzten Wanderungen und das Schloss Juval nochmals vom Tal aus betrachten.

 

Abends gab‘s wie üblich ein gemütliches und langes Beisammensein auf der Terrasse des Gasthofs Stern, aber auch Wehmut, da am nächsten Morgen die Heimreise anstand. Darum hieß es am Samstag Abschied nehmen. Leider blieben auch die Wanderschuhe einer Teilnehmerin in Südtirol zurück.

 

Schnalswaal Einkehr Uns bleiben viele Erinnerungen an wunderschöne Wanderungen, ein attraktives Kulturprogramm und an eine sehr harmonische Gruppe, in der auch viel gelacht wurde. Wir alle möchten uns bei Susanne Küchler und Monika Här herzlich bedanken. Die Reise war bestens organisiert und betreut, das Programm überaus vielseitig, die Unterkunft sehr empfehlenswert. Unser Fazit: So macht das  Wandern einfach Spaß, wir alle freuen uns auf ein nächstes Mal.

 

Peter und Gudrun Kienzle

Fotos: Susanne Küchler

 
 
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