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Natur und Umwelt

Aktion Schutzwald - Oktober 2015

Bericht zum Schutzwaldprojekt 2015 in Bayrischzell vom 04.10.- 09.10.2015

 

Teilnehmer:

Sabine Gottwald                           Chef, Verantwortung

Dietmar Lehmann-Schaufelberger   Kaffee, Frühstück

Josef Hunkenschröder                   Koordinaten, rechts gedrehter Pudding

Elisabeth Arnold                           schwäbische Hausfrau*

Wolfgang Toschka                        Salate, Fotograf

Hans-Joachim Köck                      links gedrehte Vanillesoße, Griller

Michael Kunz                               bester Esser, Tischdecker

Robert Rosenthal                          Pyromane und Toiletten, Unterhaltung

Thomas Rolle                               Chauffeur, Gemüseschnibbler

Gudrun Rolle                                badische Hausfrau*

* zu allem verwendbar

 

Leiter der Veranstaltung: Rudolf Kornder Staatswaldförster (Oberförster OF)

Die Mitarbeiter: Praktikantin Juliane, Manfred „Fredel“, Rudi und „Kai“ Kajetan.

 

Unterkunft: Stocker-Diensthütte Bayrischzell

 

Als Tätigkeiten sind vorgesehen:

Neubepflanzungen im Bergwald, Wegebau, Ausbesserung und Neuanlage.

Hochsitzbauten, Transport und Montage, sowie diverse Holzaufräumaktionen.

 

Die Anreise ist individuell dem einzelnen Teilnehmer überlassen. Aus dem Raum Tübingen/Stuttgart kommen Sabine, Dietmar, Josef, Elisabeth und Wolfgang per Zug angereist. Hans kommt mit dem Auto aus dem Raum Darmstadt, genau wie Gudrun und Thomas aus der Ecke Waldshut.

Michael gesellt sich aus Kempten zu uns, ebenso Robert aus dem nahen München, beide mit dem Zug.

 

Sonntagabend

wir aus Tü/Stgt., kommen mit einer Stunde Verspätung an. Manfred – Fredel –holt uns am Bahnhof ab. Nach kurzer Fahrt stehen wir vor der Stocker-Hütte. Unser Gepäck, meist sehr reichlich, bringen wir in den oberen Stock. Die anderen Mitstreiter sind schon da und haben es sich gemütlich gemacht. Alles Mitgebrachte an Nahrungsmitteln wird auf den Tisch gelegt. So kommt einiges zusammen, dass es für Abendessen und das morgige Frühstück reicht. So hat es Sabine, unsere „Chefin“, schon in ihrer Mail, Tage vorher, vorgeschlagen. Wir 5 sind uns schon im Zug näher gekommen.

Das „Beschnuppern“ mit dem Rest der Gruppe findet am Tisch in der Hütte statt. Es scheinen alle mit allen zufrieden zu sein. Fredel, unser persönlicher Coach, schaut auch noch kurz rein. Rudi, der -Big Boss- macht seine Aufwartung bei uns. Er erzählt in epischer Breite vom Wirken und Tun der Forstwirte und Jäger. Eine darauf folgende Vorstellungsrunde, sowie manch verzweifelter Versuch sich alle Namen zu merken, lassen den ersten Abend kurzweilig enden.

 

Montag

6.30 Uhr, oder so etwa, ist die Zeit um sich aus dem Schlafsack zu schälen. Mehr oder weniger große Waschungen stehen an. Es wuselt! Tisch decken, Brote schneiden, Kaffee kochen, alle packen an. Danach alles in die Spülmaschine. Fredel meint „nur keine Hektik, immer „ staad“.

 

Der Tag ist schön, blauer Himmel bei der Einsatzbesprechung vor dem Haus. Juliane, Fredel, Rudi, Kajetan und wir, lauschen den Worten des Oberförsters Rudi. Jagdhund Filou umkurvt uns mit gesenkter Nase.

Es geht zum Bäumepflanzen. Wir verteilen uns auf die Fahrzeuge, die uns in die Nähe des Einsatzortes bringen. Am Endpunkt des Fahrweges geht es noch einen Wanderpfad bis zum Ort der Pflanzaktion. Einige von uns hatten das zweifelhafte Vergnügen, noch eine schwere Hacke tragen zu dürfen. Die zu pflanzenden Kiefern und Lärchen sind schon vor Ort. Diese wurden mit dem Hubschrauber transportiert.

 

Fredel macht die Einweisung. Wie pflanze ich den Baumnachwuchs? Er hat unsere volle Aufmerksamkeit. Ein Loch in die Erde schlagen. Sofern kein Stein oder eine Wurzel im Weg ist. Das Loch muss reichlich groß sein. Pflänzchen behutsam hineinplumpsen lassen. Danach, die (manchmal nicht vorhandene) Erde um das Bäumchen drücken.

Und dann ganz wichtig: das Terrassieren! Zum Tal hin braucht das Bäumchen eine Terrasse. All das zu beachten scheint unschwer zu sein. Wir sind bereit, die 600 Jungbäume in den Berghang zu „zementieren“!

 

Fredel weist uns die Pflanzplätze zu.

In 2er Gruppen legen wir los. Ausgerüstet mit Hacke und neuen Forstarbeiterhandschuhen rücken wir dem ausgetrockneten Hang zu Leibe. Bald schon spüre ich den Widerstand des Bodens. Kalkgebrösel knirscht unter meinen wuchtigen Hieben. Der Berg wehrt sich gegen mich und meine Hacke.

 

Der Schweiß rinnt bei allen mit der Hacke in der Hand. Doch 10er Sack um 10er Sack wird geleert und die darin enthaltenen Mickerlinge im steinigen Erdreich vergraben. Eli ist für das Einpflanzen in die von mir gehauenen Löcher verantwortlich. Das wird am Nachmittag zu Diskussionen und Aufbegehren Anlass geben. An den bepflanzten Stellen werden rote Markierungen angebracht.

 

Der Ruf zur Brotzeit lässt uns die Hacke aus den Händen gleiten. Es ist sehr warm in der Sonne, daher heißt es erst einmal trinken. Fredel macht es sich auf seiner Isomatte gemütlich. Wir entspannen auch und könnten auch so den Tag verbringen. Doch der Berg ruft, oder ist es doch Fredel im Halbschlaf? Weiter geht es mit klingender Haue, wenn sie wieder mal auf Stein trifft. Auch die Wurzeln wehren sich zäh und verbissen.

 

Der Tag könnte so schön sein, wäre da nicht Rudi – Superförster – , mit Praktikantin und Hund. Kaum ist er da, gibt es einen gewaltigen „Einlauf“ für alle. Kaum eine Neupflanzung erfüllt seine Erwartungen. Bedröppelt stehen wir herum. Hier ein Zupfer am Bäumchen, dort eine schwachbrüstige Terrassierung, nichts ist recht. Das heißt Nacharbeit am nächsten Tag. Viel wird diskutiert, ob Fredel hätte hier etwas besser machen können!?

 

Die Rücken, der Schultergürtel ( von Thomas ), die Beine, im schwäbischen d`Fias, oder die Arme, alles ist geschunden. Es ist eben eine ungewohnte Arbeit. Die Sonne hat auch schon den größten Teil ihres Tageslaufes hinter sich. Da endlich „bläst“ Fredel zum Rückzug. Zurück zum Auto sind es nochmals 20 min.

 

Im Haus angelangt, teilt sich die Mannschaft auf. Zwei Mädels, angeführt von Thomas dem Chauffeur, fahren zum Einkaufen. Den anderen obliegt es zu duschen, oder auf das heißbegehrte Weißbier, auch „Woiza“ genannt, zu warten. Der Brunnen wird mit seinem spärlichen Rinnsal die Kühlung übernehmen.

 

Den Einkäufern sind 200 Euro anvertraut worden. Sie gehen sorgsam damit um. Voll beladen sind Taschen und Körbe bei der Heimkehr. Dem eingeteilten Personal stehen nun alle Rezeptbestandteile zur Verfügung. Meinereiner darf den Salat zubereiten. Wer Suppe kocht, Hauptgang kreiert oder Nachtisch mixt, ist genau eingeteilt. Alles schwirrt umher nach Sabines Plan und Rezeptvorlage. Chefkoch.de sei auch bedankt.

 

Der Tisch ist gedeckt, das erste halbe Dutzend Woiza ist schon durch die trockenen Kehlen geflossen. Tomatensuppe, Schinkennudeln und zum Abschluss Himbeerjoghurt; was für ein kulinarisches Feuerwerk! Was heißt hier viele Köche verderben den Brei; alles Quatsch! Hinterher gibt es auch noch Vin Rouge, der hebt die Stimmung noch eine Stufe höher.

 

Ein Glück, dass es eine Geschirrspülmaschine gibt. Allmählich macht sich die ungewohnte Betätigung bemerkbar. Die ersten Abgänge in die Schlafgemächer sind zu verzeichnen. In gerade mal 24 Std. des Beisammensein`s, ist aus dem zusammengewürfelten Haufen eine hocheffiziente Küchencrew und schlagkräftige Bäumlespflanztruppe entstanden.

 

Dienstag

kurz nach 6 Uhr. Den meisten ist eine weniger gute Nachtruhe vergönnt gewesen. Robert hantiert schon wieder am Ofen. Seine leicht pyromanische Veranlagung macht in jedem Fall eine warme Stube. Dietmar, der Kaffeesüchtige macht das, was er am besten kann, zu unser aller Freude: viel schwarzen Kaffee. Sabine kann auch verschlafen, mit Oropax im Ohr. So beginnt der Morgen relaxed und harmonisch.

 

Heute ist Nacharbeit angesagt. Thomas, Josef, Michael, Eli und Wolfgang, unter Führung von Fredel, machen sich nochmals auf, um den Anständen von Rudi die Nahrung zu nehmen. Des Nächtens hat es etwas geregnet. Daher ist uns der schwere Hang, (bei Nässe gefährlich) mit langem Zustieg erspart geblieben. Der andere Teil der Mannschaft darf Wegebau betreiben. Uns ist nun bewusst, dass es heute keine Ausreden mehr gibt. Wir machen Löcher wie Bombentrichter, Terrassen wie bei Nobelvillen. Niemand soll meckern können. Michael und Fredel bauen einen gewaltigen Zaun.

 

Zum Mittag kommt Fredel und schaut nach uns. Entgeistert ist er über unser Arbeitspensum. „Doa miasma Muorgen nomal auffi kimma“! Gut Ding will Weile haben! Doch wir schaffen das dann doch noch. Fredel und Michi packen auch mit an. Die Terrassen und Löcher werden wieder kleiner, das spart Zeit. Beim -abiganga- kommen wir am gewaltigen Zaun vorbei. Wir sind sehr beeindruckt, hihi!

 

Die Wegsanierer sind schon auf der Hütt´n. Heute wird gleich gekocht, was gestern in trauter Runde beschlossen wurde. Exotisches mit Gemüse, Reis und Fleischstreifen, fein gewürzt, mit Kokosmilch verfeinert. Davor gibt es Brokkolisuppe. Danach als Dessert rechts gerührten Pudding und links gerührte Vanillesoße, oder links gerührter Pudding....?!!! Hans und Josef sei ein spezieller Dank für ihre rührende Tätigkeit ausgesprochen. Den vielen Gemüseschnibblern ist auch ein Lob entgegen gebracht. Mit viel Lärm und Tanteratei neigt sich der Abend dem Ende zu.

 

Mittwoch

es regnet Bindfäden. Wir dürfen uns Zeit lassen.

"Rudi Ratlos" grübelt, was man Sinnvolles tun könnte. Holz stapeln bei der Nessler-Hütte. Eine sehr schöne Hütte mit allem Hüttenkomfort, einschließlich eines gemauerten Ofens. Robert und Thomas zündeln sogleich wieder. Draußen Schnürlregen. Ein kreisrundes Riesendrahtgestell harrt seiner Beladung. Mit Schubkarren fahren wir das gehackte Holz, Scheit für Scheit zum Behältnis. Mit schwerem Anorak am Leibe gibt es keinen Unterschied wegen der Nässe. Ob Regen oder Schweiß, allemal klatschnass. Elisabeth, Gudrun, Thomas, Robert, Sabine, Hans und ich sind hier am Werken. Unser Chef ist Fredel. Der kleinere Teil der Mannschaft macht was mit Hochsitzen. Die Pause findet in der gut geheizten Kuchl statt. Danach noch den Rest und aufräumen. So sind wir kurz nach 14 Uhr schon wieder auf der Stocker. Etwas untätig sitzen wir herum. Das Duschen ist angenehm. Es nimmt den Schweiß und gibt Wärme.

 

Nun kommen auch die anderen. Heute stehen Linsen und Spätzle auf der Speisekarte. Als Dessert will Eli Apfelstrudel mit links gerührter Vanillesoße machen. Dazu muss eingekauft werden. Hans und Eli übernehmen das.

 

Der große Herd in der Mitte der Küche wird angeheizt. Hier wird später der Vorgang des Linsengerichtszubereitens von statten gehen. Robert, irgendwie desorientiert, kann die Uhr immer noch nicht exakt ablesen. Wir sind daher eine Stunde zu früh am Kochen. Da er uns eine Stunde zu früh anfangen lässt, liegen wir gut in der Zeit. Allein Sabine hat ein Zeitproblem, da sie sich für eine kleine Wanderung entschlossen hat und nach unserer Zeitrechnung zu spät dran ist.

 

Ein Diskutieren unter den Linsenkochfachmenschen ob Linsen nur mit Einweichen was werden, oder auch ohne Einweichen, harrt immer noch der Entscheidung? Sie wurden was! Der Riesentopf wurde nahezu geleert. Die Spätzle sind verdrückt worden. Vom Wammerl gab´s nicht mal für die Hausmaus was. Allein einige Würschtl blieben für das Frühstück und Vesper des kommenden Tages übrig. Der Apfelstrudel fand auch seine Abnehmer. Hier hat Gudrun neue Inspiration für die heimische Küche geschöpft. Allen hat´s geschmeckt, so ist auch dieser Abend mit der uns eigenen Leichtigkeit des Seins zu Ende gegangen.

 

Donnerstag

immer noch Regen, aber mit nachlassender Tendenz.

Einige sind froh, dass es regnet. „Unsere Bäumchen werden gegossen“! Hätte aber auch einige Tage später seinen Zweck erfüllt.

 

Das mittlerweile eingespielte Team von Heizer, Kaffeekocher und Tischdecker ist am Werkeln. Alles läuft wie am Schnürchen. Gegen 8 Uhr sind wir einsatzbereit. Das starke Geschlecht, vertreten durch: Dietmar, Robert, Josef, Hans, Michael und Wolfgang, unter der Führung von Rudi und Kai, hat es mit dem Wegebau zu tun. (Was machen Thomas und die Mädels?)

 

Mit Transporter und PKW geht es zur Nessler-Hütte. Einigen ist der Weg schon bekannt, sie durften hier schon Einsatz zeigen. Vom Transporter sind es einige Minuten bis zum Arbeitsplatz. Teile des Wegs sind auszubessern, oder es ist eine neue Traverse anzulegen. Hangseitig muss der Weg nachgebessert werden. Das Regenwasser soll das Erdreich nicht den Hang hinunter schwemmen. Es lässt sich dann auf diesem Steig auch besser gehen. Mit den schon bekannten Hauen versuchen wir Steine, Erdreich und die Wurzeln aus dem Boden zu lösen. Wir schaffen einiges an diesem Vormittag.

 

Zur Pause hängt Rudi seine Hängematte zwischen den Bäumen auf. Wir anderen versuchen es mit Bodenkontakt im nassen Gras. Feuchtigkeit und Nebel bringen Mystik in den Wald. Oder ist es doch nur das Frösteln das uns alsbald schauern lässt?

 

Weiter geht’s! Doch unversehens sind wir schon fertig. Wir trennen uns. Rudi läuft durch das Höllental zum Transporter, der Rest macht beim Zurückgehen noch einige Kleinarbeiten am Weg. Am Auto beginnt es nochmals kurz zu regnen. Wir warten auf die Höllentalwanderer im Auto. Gemeinsam geht es über die Nessler- zur Stocker-Hütte.

 

Am Abend zuvor sind schon Kartoffeln für die schwäbische Nationalspeise abgekocht worden. Hans fährt mit frisch eingesammeltem Geld zum Einkaufen. Wir anderen bereiten den gemeinsamen Grillabend vor. OF Rudi wird Flüssiges und feste Atzung bringen. Das Grillgut soll auf dem Schwenkgrill zubereitet werden. Hans ist dabei, aus Holz Holzkohle zu machen. Wir haben größte Bedenken, dass 2,5 kg Kartoffeln für alle ausreichen. Hier findet sicher keine wundersame Kartoffelsalatvermehrung statt. Was bedeutet, dass Thomas und ich zum Tengelmann müssen, um noch einiges einzukaufen. Kaum zurück, sind nochmals 2,5 kg Kartoffeln im heißen Wasser verschwunden. Derweil wird Apfelstrudel vorbereitet, mit der obligatorischen links gerührten Vanillesoße.

 

Tische und Bänke werden gerückt. Tischdeko aus dem Wald macht schöne Optik. Ein handgemaltes Platzschild weist OF Rudi zum gepolsterten Lehnstuhl. 17 Uhr, Rudi kommt mit Gefolgschaft: Ehefrau und Sohn, Juliane mit Bier und Grillgut.

 

Bald kann es losgehen. Der Blatt- und Tomatensalat ist auch gerichtet. Eli hängt bis zu den Ellenbogen im Kartoffelsalat. Zart und mit viel Feingefühl lässt sie die glitschigen Kartoffelrädle durch die Finger gleiten. Diesem Tun haftet ein Hauch von Erotik an. Fredel und Rudi gesellen sich auch noch zu uns. Rudi der ruhige, entpuppt sich im Laufe des fortschreitenden Abends als Schwänkeerzähler der Extraklasse. 18 Uhr, die ersten Wammerl stehen auf dem Tisch. Würste und Fleisch bringt Hans auf den Punkt gegart. Brezen und Semmeln dazu und zum Hinunterspülen regionales Woiza.

 

Ein harmonischer Abend nimmt seinen Lauf. Nach der Verabschiedung der Gäste gibt es noch ein kurzes oder auch längeres Statement jedes Teilnehmers. Das Resümee ist überwiegend positiv. Damit ist auch dieser letzte Abend beendet.

 

Freitag

Putztag, Exkursion mit OF Rudi und Abreisetag.

Alle Arbeiten sind vergeben. Fegen, Toiletten putzen, Küche reinigen; jeder weiß, was zu tun ist. Zeitig sind wir fertig. Rudi darf früher kommen.

 

9.30 Uhr brechen wir auf zur Nessler-Hütte. Hier steigen wir geschwinden Schrittes in den naturbelassenen Forst. An verschiedenen Stellen wird uns erklärt, wie Wald funktioniert oder auch nicht. Wie lange Aufforstung braucht, um einen neuen Wald entstehen zu lassen. Am Beispiel eines ca.15 cm langen Ahorns, der schon 10 oder mehr Jahre vor sich hin wächst.

Allerlei Gefahren lassen selbst große Bäume wieder eingehen. Der an sich nicht einheimische Steinbock, widerrechtlich ausgesetzt, macht mit seinem Gehörn so manche Aufforstung zunichte.

 

Alles sehr interessant, doch die Zeit drängt. Wieder auf der Hütte, fällt der Abschied schwer. Der Himmel ist blau, das Herbstlaub leuchtet jetzt in den buntesten Farben. Die Autofahrenden verabschieden sich, Hans nach Darmstadt, Gudrun und Thomas nach Albbruck. Wir anderen werden zum Bahnhof gebracht. Der Wendelstein, hoch über Bayrischzell, umkränzt von buntem Laub und weiß-blauem, bayrischem Himmel, grüßt nochmals.

 

Die BOB bringt uns nach München. Hier verlassen uns Robert und Michael. Robert hat es nicht mehr weit als Zuagroister. Michael fährt nach Kempten/Oberreute. Wir fünf fahren via Ulm, Plochingen bis nach Herrenberg. Hier steigen Sabine, Dietmar und Josef aus. Josef hat die Koordinaten unserer Pflanzungen. Vielleicht kommt der eine oder andere um nachzuschauen, was daraus geworden ist.

 

Wir sehen uns, vielleicht, oder auch nicht mehr! Niemand weiß es.

Mein kleiner Bericht soll die Erinnerung aufrecht erhalten an einige schöne, gemeinsame Tage.

 

Danke an Euch alle

Euer Wolfgang

 
 
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