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Pfalzausfahrt der JuMa, JuMax und JDAV Felsgrupppe

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Die Pfingstzeit verbrachten die JuMa, JuMax und die neu gegründete Felsgruppe der JDAV in der Pfalz im Dahner Felsenland. Es war ein tolles Wochenende mit einem bunten Haufen aus ca. 50 Leuten im Baby- bis Erwachsenenalter.
 

Als alle am Freitagabend auf dem Jugendcampingplatz in Dahn am Feuer zusammen kamen, machten sich vier erfahrene Pfalz-Kletterer mit Stirnlampe auf den Weg, um den Kamin zwischen Braut & Bräutigam zu klettern. So konnte die Ausfahrt beginnen: bei Dunkelheit die markantesten Felssäulen im Dahner Felsenland erklimmen.

Die Felsgruppe (bestehend aus Gorillas und Schwarzbären, der Einfachheit halber des Öfteren einfach nur Gorillas genannt) befand sich allerdings noch zum Zeitpunkt, als diese Idee entstand, auf einem Rastplatz und diskutierte bei einem Chicken Terryaki über vegane Ernährung.

 

Die Felsgruppe wurde dieses Jahr von der JuMa zur legendären Pfalzausfahrt eingeladen und diese Chance ließen sich 6 Teilnehmer nicht nehmen. Zusammen mit Finn Koch aus dem Expedkader des DAV wollten sie die cleanen Risse der Pfalz mit Friends und Keilen vollstopfen, um sich auf die große Ausfahrt ins Tannheimer Tal vorzubereiten.

 

Samstagmorgens ging es für die Gorillas nach dem Frühstück zum Büttelfels. Doch dort gab es eine böse Überraschung: ein unscheinbarer, handschriftlicher Zettel der Naturschutzbehörde. Leider war er nur sehr schwer verständlich, aber es war klar, dass ein Großteil der Routen gesperrt und somit nicht genug Platz für alle Gorillas war. Also teilten sie sich auf, ein Teil ging weiter an den Lämmerfelsen.

 

Das Team Lämmerfels, bestehend aus Finn, Moritz, Miri und Jonas versuchte sich zuerst einmal an zwei zwar relativ leichten, aber dafür nach klassisch-pfälzischer Art abgesicherten Mehrseillängentouren. Diese wurden trotz kleinerer Zwischenfälle, wie beispielsweise herabfallender Steine, souverän gemeistert.

 

Team Büttelfels berichtet selbst von seinem Tag:

„Der Klettertag begann mit einem entspannten 4er. Gleichzeitig im Vorstieg und Nachstieg gesichert, probierten wir uns im Legen mobiler Sicherungen und entwickelten ein Gefühl für den anfangs gewöhnungsbedürftigen Sandstein. In der zweiten Route versuchten wir Vertrauen zu selbst gelegten Keilen und Friends aufzubauen, indem wir knapp über die Bohrhaken Zwischensicherungen legten und durch Stürzen testeten. Die Erkenntnis, dass mobile Sicherungen tatsächlich vertrauenswürdig sind, war genau so überraschend wie ermutigend. Unsere zwei Seilschaften trafen sich zum Abschluss gemeinsam auf dem Grat des Felsens und seilten noch gemeinsam als Übung für die Tannheimer ab.“

 

Die  JuMa startete am Schafsfels mit einer Session “Friends und Keile legen”. Nachdem der untere Wandteil mit viel Material bestückt und auch kontrolliert und besprochen war, wurden - mit mehr oder weniger Angst, aber auch Freude und Erfolg - die ersten Routen vorgestiegen. Zum Ausklang des Klettertages saßen wir verteilt auf zwei Felsköpfen und genossen die Sonne.

 

Der andere Teil der JuMa war mit dem Mountainbike oder Rennrad unterwegs und ein paar haben mit den Crashpads auf dem Rücken die Boulderwelt der Pfalz erkundet.

 

Die Großgruppe von fast 50 Kletterern/innen fand sich dann abends zum Grillen und anschließenden Lagerfeuer wieder auf dem Zeltplatz zusammen.

 

Pfalz Juma Wandern Am Sonntag waren nur wenige schon um 8 Uhr morgens beim Frühstück. Vereinzelt schauten Gesichter aus den Zelten und entschlossen sich bei dem Regen dann doch fürs Weiterschlafen. Die Motivation für den Tag war nicht allzu groß, nach einer Weile haben sich dann aber doch unterschiedliche Gruppen gebildet. Die einen sind in die Kletterhalle nach Karlsruhe gefahren, ein paar sind auf dem Campingplatz geblieben und die anderen haben sich mit Regenausrüstung gewappnet die vier Burgen an der deutsch-französischen Grenze angeguckt. Die Aussichten über das Nebel- und Dunstmeer schafften eine mystische Atmosphäre. Zum Abschluss der Wanderung durfte der Kuchen im Bärenbrunnerhof natürlich nicht fehlen.

 

Die Zuhausegebliebenen von den Gorillas stellten sich der großen Herausforderung, fast 50 hungrige Mäuler aus einem Topf zu stopfen. Als sie anfingen, kam aber auch schon zahlreiche Unterstützung aus der Kletterhalle zurück. So galt es 25 Knoblauchzehen zu häckseln, zwei Säcke Zwiebeln sorgten für Tränen und Gelächter, 14 Paprika wurden auseinandergenommen und zu einem wunderbar leckeren Couscous über dem Hockerkocher verarbeitet. Nochmals ein riesiges Danke an Jochen für das Weiterleiten des Rezepts, dessen Urhebers Namen wir leider vergessen haben!

Danach ließen wir gemütlich bei Lagerfeuer, Witzen und ukulelenbegleitetem Gesang den letzte Abend ausklingen.

 

Am vierten und letzten Tag ging's für die Gorillas an den Burghaldefels. Nach einigen Wegfindungsschwierigkeiten im "Talort" Hauenstein konnte es dann auch schon losgehen mit klettern. Wir genossen die für Pfalzverhältnisse üppige Absicherung und konzentrierten uns erstmals auf die reinen Kletterschwierigkeiten. Leider hatten wir zwei Verluste zu verzeichnen: Zwei Cam 2 haben leider nicht mehr den Weg zum Auto gefunden. Schad drum!

 

Die JuMa verteilte sich am letzten Tag am großen Hochsteinmassiv und kletterte diverse 2-Seillängentouren. Zum Abschluss der grandiosen Pfalzausfahrt haben wir uns alle im „Bahnhöfle“ getroffen und gut gegessen und gequatscht. Der krönende Abschluss war eigentlich das Kinoprogramm auf der Rückfahrt nach Tübingen: Wir kamen dem rabenschwarzen Himmel immer näher und durften die gigantischen Blitze beobachten, die immer wieder den ganzen Himmel erleuchteten.

 

Alles in allem eine tolle Ausfahrt, mit vielen spannenden und lehrreichen Erlebnissen. Klettern in der Pfalz ist definitiv etwas Besonderes!

Nochmals ein riesengroßes Dankeschön an die Hauptorganisatoren. Eine Ausfahrt für über 50 Leute auf die Beine zu stellen ist eine ganz schöne Leistung! Auf ein Neues im nächsten Jahr ;-)

 
 
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